Seit sehr langer Zeit war ich eigentlich immer ein Gegner des Internet Explorer. Anfangs ein wenig aus Überzeugung, zeitweilig gab es mal keine brauchbare alternative und zum Schluss wegen der einfach besseren Entwicklungswerkzeuge die Firefox aufgrund der zahlreichen Plugins hat. Auf ein Werkzeug wie Firebug möchte ich schlichtweg nicht mehr verzichten. Nachdem das eine ganze weile ja ein Alleinstellungsmerkmal vom Firefox war, haben in der Zwischenzeit aber alle großen Browser nachgeholt, so dass ich jetzt auch mit Chrome oder dem IE eigentlich ganz gut entwickeln kann.
Der IE steht dabei natürlich auf jedem Windows Rechner zur Verfügung, aber ich habe in den letzten Wochen Googles Chrome installiert und muss zugeben ich bin beeindruckt. Insbesondere gegenüber dem Firefox 3 (habe zwischenzeitlich auf 4 gewechselt) ist der Browser gefühlt wirklich schneller. Die Bedienoberfläche ist zwar etwas ungewöhnlich, aber nach einer Weile durchaus praktisch und die Startzeit ist einfach unübertroffen.l
April 2011 Archive
Möchte man Geschäftszahlen, Statistiken oder andere Daten visualisieren, sagt ein hübscher Chart oder ein nettes Tortendiagramm gewöhnlich deutlich mehr aus als eine einfache Tabelle. Im Web ist das aber nicht so einfach, HTML selbst unterstützt nur Grafiken (und seit HTML5 Videos), so dass man auf einem Workaround angewiesen ist.
Bisher habe ich hierfür auf Eclipse BIRT verwendet, man kann es als Webanwendung installieren, die Statistiken in der IDE definieren und bekommt dann dynamisch entsprechende Grafiken erzeugt die man in seine Web Anwendung einbetten kann. Vorteil ist, dass die Statistiken auch von Fachanwender erstellt werden können, nachteil ist die aus meiner Sicht nicht überzeugende Optik und die schwierige Intergration in eine JEE Infrastrutkur. Zudem scheint das Projekt auch nicht mehr sehr aktiv weiterentwickelt werden.
Ein alternativer Ansatz hierzu ist die Google Chart API. Sie funktioniert im Grundsatz ähnlich, mit dem Unterschied das man nichts selbst etwas installieren muss, sondern lediglich seine Daten an einen von Google betriebenen Server schickt und die fertige Grafik zurückbekommt. Die Optik ist deutlich ansprechender, allerdings passiert auch hier nicht mehr soviel. Größtes Problem sind hier in der Regel Datenschutz Bedenken, da sämtliche Daten an Google übergeben werden müssen.
Als jüngste Alternative habe ich in den letzten Wochen Highcharts entdeckt. Hierbei handelt es sich um ein reines JavaScript Framework. Das ganze ist zwar kommerziell, aber für die meisten Fälle bezahlbar. Der große Vorteil ist, dass nichts installiert werden muss und alle Grafiken dynamisch als SVG ermittelt werden. Dadurch sind sie interaktiv und skalierbar. Zudem wir keine Rechenzeit auf dem Server benötigt. Voraussetzung ist aber der Einsatz eines JavaScript Frameworks wie z.B. jQuery.
